Software gebraucht kaufen?

Das man Hardware gebraucht kaufen kann, liegt auf der Hand. Aber wie sieht das bei Software aus? Mehr dazu in diesem Artikel.

Bei gebrauchter Software liegen Bedenken nah: Hat mein Verkäufer die Software denn auch von seinem Rechner gelöscht? Wenn nicht, handelt er sicher gegen die Lizenzbestimmungen und ich mache mich als Käufer mit strafbar. Die Zahl der Nutzer einer Software darf sich durch einen Weiterverkauf ja auf keinen Fall erhöhen.

Will ich auf der sicheren Seite sein, brauche ich vom Verkäufer also eine rechtssichere Bestätigung, dass er die Software von seinem Rechner gelöscht hat.

Ein Hersteller kann übrigens nicht grundsätzlich den Weiterverkauf von Software unterbinden: Der Europäische Gerichtshof hat 2012 den Handel mit gebrauchter Software prinzipiell für zulässig erklärt.

Anforderungen an den Kauf von gebrauchter Software

  • Die Anzahl der Benutzer darf sich nicht erhöhen, der Verkäufer muss also nachweisen, dass er die Software von seinem Rechner gelöscht hat
  • Es muss sich um Kauf-Software handeln, nicht etwas um Demo-Software oder sogenannte „Not for resale“-Software, die Hersteller manchmal an ihre Partner weitergeben
  • Neben den Originallizenzpapieren sollte ich auch die Original-Lizenznummer oder Lizenzsticker erhalten
  • Volumenlizenzen, also Pakete von mehreren Lizenzen, die zum Beispiel an Firmen verkauft wurden, dürfen vor dem Verkauf aufgetrennt werden. Ein Paket von 50 Microsoft Office Lizenzen darf also auch als zwei Pakete mit je 25 Microsoft Office Lizenzen verkauft werden
  • Client-Server-Lizenzen mit einer festen Anzahl an Clients dürfen nicht getrennt verkauft werden
  • Der Händler muss lückenlos nachweisen können, wer die Software bislang schon eingesetzt hat
  • Verlange im Zweifelsfall einen eindeutigen Hinweis der Lizenz-Herkunft
  • Man sollte nur EU-Lizenzen kaufen
  • Vorsicht gilt bei auffallend günstigen Lizenzen

Da schaut doch keiner nach, oder?

Nicht immer läuft bei gebrauchter Software alles problemlos ab. Hersteller wie Microsoft auditieren regelmässige Kunden von Volumenlizenzen. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass man da auch schon bei Stückzahlen von 20 mit dabei ist. Und es gibt spassigere Dinge im Leben.

Bei diesen Audits hat man dem Hersteller diverse Lizenznachweise zu erbringen. Gerade nach dem  oben genannten Urteil sind einige Händler in die Bresche gesprungen und haben für den Nachweis für den legalen Weiterverkauf sogenannte Notar-Testate beigelegt. Der Bundesgerichtshof hat 2013 diese Notar-Testate als Lizenz-Transfer-Nachweis aber als nicht ausreichend beurteilt.

Hier kann man gebrauchte Software sicher kaufen

Der Münchner Händler U-S-C garantiert mit seinem Prüfsiegel „Gebraucht, geprüft, Audit-Sicher“, dass alle im U-S-C-Shop erhältliche Gebrauchtsoftware auf Vollständigkeit, Produktqualität, Rechts- und Herstellerkonformität geprüft wurde und die verkaufte gebraucht Software absolut „Audit Sicher“ ist.

U-S-C berät auch Firmen bei solchen Audits, was alleine schon dafür spricht, das man bei U-S-C weiß,  wovon man redet.

Durch das Prüfsiegel garantiert U-S-C konkret, dass…

  • …Autorisierung- und Vertragsnummer bekannt sind
  • …Lizenz-Transfer-Kette transparent dargelegt ist
  • …Lizenz-Übertragungs-Formular und die Vernichtungserklärung mit Originalunterschrift vom Vorbesitzer vorhanden sind
  • …es sich um EU-Lizenzen und sichere Keys handelt
  • …alle Microsoft Audit Vorgaben eingehalten werden

Die Initiative Mittelstand hat das Siegel jetzt auch zum „Best Of 2018 Qualitätsmanagement“ gekürt.

Ist U-S-C nur was für große Firmen? Nein, im U-S-C-Shop gibt es auch Stückzahlen ab 1 aufwärts. Der Shop ist sehr Microsoft-lastig, aber was mich besonders freut ist, dass man hier noch problemlos Windows-7-Lizenzen erhält. Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, bin ich kein grosser Freund von Windows 10.

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