Der eigene Online-Shop | Die wichtigsten Hinweise

Du willst einen eigenen Online-Shop eröffnen? Ich empfehle dir, dir davor einige wichtige Gedanken darüber zu machen, bevor du los legst. Die wichtigsten Punkte hierzu findest du in diesem Artikel…

Schätze das Verkaufsvolumen realistisch ein

Wie werden deine Produkte einschlagen? Wie viel wirst du also verkaufen? Kriterien, um das beurteilen zu können sind zum Beispiel die Einzigartigkeit deiner Produkte, welche Probleme oder Bedürfnisse diese Produkt bei deinen Kunden lösen und natürlich die Konkurrenz.

Rechtliche Grundlagen

Der Online-Handel muss einige wichtige Dinge beachten. Speziell in Deutschland.
Dazu gehören:

  • Die Widerrufsbelehrung
  • Korrekte Form des Bestell-Buttons
  • Korrekte Form der Bestell-Bestätigung
  • Korrekte Form der Artikel-Beschreibung
  • Korrekte Form der Preisangabe
  • Korrekte Form der AGB
  • Beachtung des Datenschutzes
  • Produktbilder dürfen das Urheberrecht nicht verletzen

Eine Google-Suche (oder natürlich auch eine Suche mit der Suchmaschine deiner Wahl) bringt dir hier viele weitere Informationen. Beispiel: Rechtliche Vorgaben für Online-Shops. Um sicher zu gehen, lohnt sich die Prüfung durch entsprechende Experten. Es drohen sonst teure Abmahnungen.

Die ab 25. Mai 2018 definitiv geltende EU Datenschutzverordnung DS-GVO verschärft diese Situation noch weiter.

Ist ein fremder Marketplace nicht eventuell sinnvoller?

Ist dein Handelsvolumen gering, lohnt sich der Aufwand für einen eigenen Online-Shop möglicherweise nicht. Du kannst stattdessen  auch andere Vertriebskanäle nutzen, wie zum Beispiel ebay, ricardo (für die Schweiz) oder Amazon. Natürlich gibt es auch noch viele weitere Anbieter, die teilweise sehr erfolgreich sind, wie zum Beispiel dawando.com für Selbstgemachtes.

Natürlich musst du beim Marketplace Abgaben an den Betreiber zahlen, dafür brauchst du aber kein eigenes Online-Shop-System betreiben.

Eigenes Shop-System auswählen

Das CMS zum Shop machen

Man kann Plugins für das eigene CMS auswählen, die es mit Shop-Funktionen erweitern. Oft gratis oder gar umsonst. Für WordPress gibt es zum Beispiel WooComerce. Frage dich hier aber bitte, wie fit du im Umgang mit deinem CMS bist. In meiner Praxis als Websupporter habe ich immer wieder den Fall, dass Kunden einen Webshop betreiben, den mal irgendwann irgendjemand eingerichtet hat. Dann müssen Updates gefahren werden oder der Webshop wurde gehackt. Der, der es ursprünglich eingerichtet hat, ist nicht mehr erreichbar. Schnell liegen in so einer Situation die Nerven blank.

Mein Rat also, suche dir auch bei vermeintlich kleinen Projekten jemanden mit entsprechender Erfahrung, der dir jederzeit zur Seite steht. Der Bruder des Schwagers ist hier oft nicht die richtige Wahl.

Web-Baukasten

Falls du einen der immer populär werdenden „Web-Baukasten“, wie zum Beispiel WiX oder Jimdo verwendest, kannst du hier meist in einen höheren Tarif mit dem Zusatz-Feature „Online-Shop“ wechseln.

Spezielle Shop-Anbieter

Auch gibt es Anbieter, die auf einen Online-Shop spezialisiert sind, wie zum Beispiel der kanadische Anbieter shopify, auf den ich hier exemplarisch etwas genauer eingehe.

Shopify einrichten

Der Account kostet zwar bei monatlicher Bezahlung mindestens stolze 29 Dollar, dafür musst du dich bei solchen Lösungen nicht um Updates oder Sicherheitsprobleme kümmern. Das übernimmt alles der Anbieter für dich.

shopify kannst du 14 Tage testen. Deine Kreditkartendaten brauchst du innerhalb der ersten 14 Tage nicht hinterlegen. Die Anmeldung ist schnell erledigt und du kannst die ersten Artikel erfassen:

shopify-erste-schritte-02

Du kannst zwischen vielen Themes auswählen:

shopify-erste-schritte-03

Natürlich kannst du deine eigene Domain hinterlegen, so dass du nicht über eine kryptische Adresse, wie zum Beispiel „mein-teststore.myshopify.com“ zugreifen musst. Eine eigene Domain wirkt natürlich auch viel professioneller und sollte eigentlich selbstverständlich sein. Die Gebühr für die Domain ist allerdings nicht dauerhaft bei der Shopgebühr enthalten.

Für die Akzeptanz eines Shops sind auch die möglichen Zahlungsmethoden wichtig. Shopify bietet hier neben Paypal und Kreditkarte auch einige weitere. Für Deutschland dürfte „SOFORT Banking“ interessant sein.

Die Oberfläche selber ist Englisch, aber gut strukturiert, so dass man auch mit wenig Englisch-Kenntnissen gut klar kommen sollte. Unklar blieb mir allerdings zunächst, wie man weitere Seiten editieren, beziehungsweise anlegen kann.

Doch es ist nicht allzu schwer: Über die Vorschau ruft man den Shop auf und klickt dann auf „Customize Theme“. Im erscheinenden Editor kann man dann die entsprechenden Änderungen durchführen.

shopify-erste-schritte-04Insgesamt kommt man hiermit sicher sehr weit. Hier kannst du den shopify Onlineshop erstellen beziehungsweise testen.

Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Online-Shop.

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