Zuletzt aktualisiert am 8. Juni 2026 von Lars
Netzunabhängige Stromversorgung für Raspberry Pi? Seit ich vermehrt mit Raspberry Pis und ähnlichen Mini-Computern arbeite, kommt immer mehr der Wunsch auf, diese auch Outdoor zu betreiben. Doch was tun, wenn keine Steckdose in der Nähe ist?
Inhaltsverzeichnis
Netzunabhängige Stromversorgung für Raspberry Pi mit Solar
Versuche mit Powerbanks und angeschlossenen Solarpanels schlugen fehl, da während des Ladens der Ausgang keine Spannung lieferte.
Abhilfe schafft hier ein Solar Power Management Modul wie dieses hier:
Vorstellung des speziellen Power-Management-Moduls
Es ist nur eine englische Anleitung dabei. Man muss sich mit dem Ding also etwas "durchwursteln".
Ich habe dir die englischsprachige Bedienungsanleitung hier mit hochgeladen. Der Artikel soll schliesslich auch für mich als Dokumentation dienen, und Papier ist bei mir nicht gut aufgehoben.
- Eingänge:
- Solareingang: Unterstützt 5 bis 24 Volt. Hier muss die maximale Eingangsspannung über einen kleinen "Mäuseklavier" eingestellt werden. Achtung: Dieser ist unter einer Schutzfolie verborgen und erfordert eventuell eine Pinzette für die Einstellung.
- USB-C: Alternativ kann das Modul auch per Kabel (Powerbank oder Netzteil) geladen werden. Ein Laden mit Solarpanels mit USB Ausgang hat darüber bei mir nicht funktioniert.
- Ausgänge:
- USB-A, USB-C und Schraubklemme
- Besonderheiten:
- Live-Betrieb während des Ladens: Das grosse Plus dieses Modells ist, dass die Spannung am Ausgang auch während des Ladevorgangs verfügbar ist. Kein Warten mehr, bis der Akku voll ist.
- Ladezustands-Anzeige: Eine LED zeigt den aktuellen Ladezustand an (leuchtend bei voller Ladung, blinkend beim Laden).
- Fehleranzeige: Eine zweite LED warnt vor einem falsch angesteckten Solarpanel oder meldet den Ladestatus via Solar.
- Niederspannungs-Schutz: Bei zu niedriger Batteriespannung kann ein Alarm ausgelöst werden, der sich per Druckknopf zurücksetzen lässt.
Mein Praxis-Test: Der Raspberry Pi Zero Outdoor
Ich habe das Modul in einem ersten Projekt eingesetzt, um einen Raspberry Pi Zero im Freien zu betreiben. Hier kam ein 50-Watt-Solarpanel zum Einsatz. Warum so gross? Im Winter reicht die Sonnenleistung oft nicht mit kleineren Panels aus, um den Rechner dauerhaft zu versorgen.
Eventuell liesse sich da noch etwas optimieren, wenn die Akkus wärmer eingepackt werden. Ob das aber in der Sommerhitze ideal ist, ist fraglich.
Mit dem Panel kann der Raspberry Pi – zumindest bei mir – weiterlaufen, gespeist aus dem Akku-Puffer, während die Akkus wieder geladen werden.
Spartipp
Solarpanels müssen nicht teuer sein. Oft findet man auf Gebrauchtmarktplätzen (wie Tutti, Ricardo oder eBay) ältere Modelle sehr günstig. Ich habe beispielsweise gebrauchte Siemens-Panels (ursprünglich 55 Watt) erhalten, die trotz ihrer Jahre noch 30–40 Watt Leistung bringen. Der Vorbesitzer hatte sie nach dem Austausch seiner Dachanlage für wenig Geld abgegeben. Ein bisschen Glück und Geduld beim Stöbern lohnen sich hier definitiv.
Fazit Netzunabhängige Stromversorgung für Raspberry Pi
Mit einem Solar Power Management Modul lässt sich die Hürde für den Outdoor-Einsatz von Elektronik deutlich senken. Wichtig ist zwar die richtige Dimensionierung des Panels (gerne etwas grösser für den Winter) und die korrekte Einstellung der Eingangsspannung, aber dafür erhält man ein flexibles System, das sowohl laden als auch gleichzeitig versorgen kann. Wer gerne bastelt, wird an der Kombination aus Solar, Akku und Mini-PC seine Freude haben.
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Vielen herzlichen Dank ❤️

Hallo, hier schreibt Lars. Dipl-Ing. Ingenieurinformatik (FH). Seit Jahrzehnten in der IT tätig. Geprüfter (und begeisterter) Webmaster. Ebenso begeisterter Windows-, Apple-, und Office-User. Ich schreibe über alle möglichen Themen rund um IT. Mehr über mich erfährst du hier: Über mich. Danke für deinen Besuch!

