WordPress und it-zeugs | Geld verdienen mit dem eigenen Blog?

In diesem Artikel geht es um einen Blick hinter die Kulissen von it-zeugs.de. Wie ist it-zeugs.de entstanden? Warum läuft it-zeugs.de jetzt auf WordPress? Verdiene ich damit Geld? Kannst auch du mit Bloggen Geld verdienen?

Bezahlter Artikel – enthält Werbelinks.

Die Geschichte von it-zeugs.de

Wie kam es eigentlich zu it-zeugs.de? Von 1994-2003 hatte ich mein eigenes kleines IT-Systemhaus im Schwarzwald. Das Internet eroberte gerade über lautstark über Modems pfeifend aber vor allem langsam unsere Rechner. Wir sassen vor den Computern und staunten, wie sich  Bilder aus der Ferne auf unseren Bildschirmen aufbauten.

Relativ schnell erstellte ich die erste Homepage. Direkt mit HTML. Von „bloggen“ redete damals aber noch niemand.

So sah das damals im Jahr 2001 aus:

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Ja, das war damals „state of the art“ und ich hatte noch Haare.

Auf dieser Website gab es neben der Firmenpräsentation schon früh Anleitungen für typische IT-Probleme.

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Ein Bild aus meiner Selbständigkeit aus dem Jahr 2000 – Wir hatten noch Röhrenmonitore

Ende 2003 war die Firma nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben und ich gab meine Selbständigkeit auf. Aber auf der Website waren viele Know-How-Artikel, die häufig besucht wurden. Die wollte ich nicht wirklich aufgeben. Ich beschloss, die interessanten Artikel unter der Domain „it-zeugs.de“ weiterzuführen.

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Ende, Schluss, Aus! Nach 9 Jahren beendete ich 2004 meine Selbständigkeit. Die Haare waren bereits weniger geworden.

Über Jahre und Monate führte ich die Website mit ganz unterschiedlichem Eifer weiter. Lange Zeit diente it-zeugs.de ausschliesslich als Notizbuch oder Dokumentationsplattform für Dinge, an denen ich gerade arbeitete. Ich achtete nicht auf Besucheranzahl oder ob die Artikel auch für andere interessant sein würden.

Auf einer späteren Arbeitsstelle durfte ich auch wieder an der Firmenhomepage arbeiten. Da kam ich zum ersten Mal mit einem CMS in Kontakt. Zunächst Etomite, dann MODX. Beide hatte nur die aller nötigsten Funktionen mit an Bord. Vieles musste man selber programmieren.

Meine Website stellte ich ebenfalls darauf um, einfach um mehr Routine im Umgang mit dem CMS für meinen Hauptjob zu bekommen.

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So sahen die frühe Versionen von it-zeugs.de unter einem CMS 2012 aus. Screenshot aus https://web.archive.org, daher unvollständig

Für meinen Geschmack verbrauchte ich hier viel zu viel Zeit mit programmieren. Das musste ich mir mühsam selber beibringen. Mein Hauptjob war die IT-Systemtechnik und da hatte ich in erster Linie mit Server und Clients zu tun.

In der Zeit hatte ich auch den ersten Kampf mit einer „gehackten“ Website und merkte schnell, dass ich viel zu viel Zeit in das CMS stecken musste. Dabei war mir das Erstellen von Inhalten wesentlich lieber.

Trotz damals noch 100% Hauptjob (der oft eher 140% war) versuchte ich das ganze fortlaufend zu verbessern. 2017 hatte it-zeugs.de dann schon einen Schriftzug, der dem heutigen sehr ähnlich sah.

it-zeugs.de goes WordPress

MODX wurde eine Zeitlang nicht weiterentwickelt und ich nahm das zum Anlass it-zeugs.de auf WordPress umzustellen. Seither hat sich das Layout praktisch nicht verändert. Aber auch WordPress braucht einiges an Einarbeitungszeit, vor allem wenn das dein erster Kontakt mit Websites ist. Doch zu WordPress finden sich viele Einsteigertutorial, so zum Beispiel das WordPress-Tutorial von Ronny Schneider auf seiner Website blog-als-nebenjob.de.

Warum WordPress?

WordPress ist schon lange der „Platzhirsch“ unter den CMS. Der Schweizer Provider cyon wertet alle zwei Jahre die auf seinen Webhostings verwendeten CMS aus, zuletzt 2020. Damals waren fast 75% aller CMS WordPress. Auf dem zweiten Platz folgt weit abgeschlagen Joomla mit 11%.

Aber WordPress ist doch unsicher und langsam?

Es ist richtig, dass aufgrund seiner Verbreitung WordPress das wahrscheinlich beliebteste Ziel für Cyberkriminelle ist. Dabei gilt schon lange nicht mehr, dass nur Websites von grossen Firmen ins Ziel genommen werden. Gerade bei kleinen Anbietern wird oft zurecht vermutet, dass die Website schlecht abgesichert ist. Dringen Cyberkriminelle dann erst einmal in fremde Websites ein, platzieren sie dort zum Beispiel Schadsoftware, mit so die Rechner der Besucher infizieren, bauen Phishing-Websites auf oder verschicken Spam.

Also doch liebe Finger weg von WordPress?

Die hohe Verbreitung ist hier nicht nur Fluch, sondern auch Segen. Zu WordPress finden sich zahlreiche Plugins, um WordPress abzusichern. Ausserdem gibt es zahlreiche Tutorials, die mehr oder weniger gut erklären, was zu tun ist. Eine einfache Suche zum Beispiel nach „WordPress absichern“ in einer Suchmaschine deiner Wahl wird dir hier schon weiter helfen.

WordPress-Plugins können das System langsam machen

Mit Plugins lässt sich die Funktionalität des CMS erweitern. Du kannst somit zum Beispiel Formulare oder den berühmt berüchtigten Cookie-Banner nachrüsten. Die Auswahl ist riesig und eigentlich schon unüberschaubar. Und auch hier ist das gleichzeitig wieder Segen und Fluch. Als Einsteiger neigt man dazu, eine Unmenge von Plugins zu verwenden. Und tatsächlich kann dann WordPress sehr schnell zu einem trägen und langsamen System. Doch hier hilft Ruhe bewahren und Rückbesinnung auf das Wesentliche. Auch mit WordPress sind gute Ladezeiten möglich.

Verdiene ich mit it-zeugs.de Geld?

Ja, das tue ich. Allerdings ist die Höhe des monatlichen Einkommens (noch) auf Taschengeldniveau. Das ist auch verständlich. Hier kommen die meisten Besucher vorbei, weil sie ein konkretes Problem lösen möchten, nicht weil sie etwas kaufen möchten.

Schon früh hatte ich angefangen, Google Ads, also Werbungen von Google auf meinen Websites zu schalten. Hier reserviert man quasi Werbeflächen, die Google  mit Werbung bespielt. Einen Teil der Einnahmen zahlt Google dann an die Website-Betreiber aus.

Mittlerweile habe ich Google Ads aber ganz von meinen Websites verbannt, da hier eine ganze Menge an Cookies ausgeliefert wird, was im Zuge der Datenschutzgrundverordnung doch zumindest recht zweifelhaft ist. Wirklich viel kam dabei nicht rüber und immer mal wieder hat man Werbung auf der eigenen Website, die man nicht haben will. Du hast vielleicht auch schon mal diese tolle Werbung mit dem Ohrenschmalz gesehen? Das will man nicht wirklich auf seiner eigenen Website sehen, oder?

Seit einigen Jahren gibt es auch den Youtube-Kanal von it-zeugs.de. Die allerersten Videos machte ich einfach so und traute mich noch nicht mal zu sprechen. Dann wollte ich mir mit IT-Kursen an der Volkshochschule etwas dazuverdienen. Seit meiner Selbständigkeit hatte ich aber keine Kurse mehr gegeben. Um zu sehen, wie gut ich das noch drauf habe, probierte ich das erst einmal vor der Kamera. Einige Videos veröffentlichte ich. Und siehe da, das läuft immerhin so gut, dass ich mittlerweile über 2500 Abonnenten habe. Klingt für YouTube erst einmal wenig, aber versuche mal mit VHS-Kursen 2500 Leute zu erreichen. Mit der Abonnentenzahl bin ich inzwischen YouTube-Partner und verdiene bei der vorgeschalteten Werbung etwas mit.

Ansonsten bin ich noch im Amazon-Partnerprogramm. Das ist ein sogenanntes Affiliate-Programm. Ich kann mir über das Partnerportal spezielle Links generieren. Bestellst du oder ein anderer Besucher über einen dieser Links etwas, erhalte ich eine kleine Provision. Als Kunde zahlst du aber nicht mehr.

Mittlerweile setze ich ein spezielles Plugin ein, damit nicht bei jedem Seitenaufruf Daten von der Amazon-Website mit eingelesen werden.

Lohnt sich it-zeugs.de?

Aus wirtschaftlicher Sicht ganz klar: Nein. Auch meine anderen Seiten nicht. Ich stecke viele Stunden meiner Freizeit hinein. Allerdings mache ich das auch nicht aus wirtschaftlichen Gründen. Ich schaue zwar mittlerweile etwas mehr darauf, dass Artikel gut leserlich und attraktiv für den Benutzer sind, richte aber it-zeugs.de nicht auf wirtschaftlichen Erfolg aus. Es ist nach wie vor Hobby. Ich habe Freude am Umgang mit dem Computer, neues zu lernen und dokumentiere das gerne.

Insofern lohnt es sich für mich, denn es ist ein tolles Hobby, das auch noch etwas abwirft.

Lohnt sich bloggen für dich?

Ja, es kann sich lohnen. Meiner Meinung nach sind die Zeiten des schnellen Geldes im Internet vorbei. Wobei ich denke, dass es die so eh nie gegeben hat.

Aus meiner Sicht wirst du es auch einfacher haben, wenn du in irgendeinem Thema eine Art Experte bist und darüber schreiben kannst. Du solltest ausserdem Spass am Internet und der Erstellung von Artikeln haben.

Rein mit der Intention zu starten, Geld zu verdienen, finde ich die falsche Haltung. Denn du brauchst in jedem Fall einen langen Atem. Die Aussichten, Geld zu verdienen, sind auf jeden Fall besser, wenn du in einem Thema mit wenig Konkurrenz unterwegs bist und dein Thema mit eher hochpreisigen Produkten zu tun hat.

Wenn du bei Null anfängst, musst du bereit sein, einiges an Zeit zu investieren. Zum Beispiel für…

WordPress (richtig) kennen lernen

Zunächst einmal gilt es, WordPress kennen zu lernen. Die erste Website ist zwar schnell zusammen geklickt, aber bis es dann richtig rund läuft, dauert es einige Zeit.

Neben dem reinen Einstieg halte ich es für sehr wichtig, dass du dich auch schon von Anfang an mit dem Thema Absicherung auseinandersetzt. Mein persönlicher Favorit ist das Sicherheits-Plugin WP-Cerber.

WordPress will auch regelmässig upgedatet werden, damit keine Sicherheitslücken entstehen. Mittlerweile kann man das mit automatischen Updatefunktionen ganz gut in Griff bekommen.

Rechtliche Aspekte beachten

Bei einer Website gibt es zahlreiche rechtliche Themen zu beachten, wie zum Beispiel die Impressumspflicht.

Seit einiger Zeit gilt auch die Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO. Diese schreibt dir sehr genau vor, wie du mit personenbezogenen Daten umzugehen hast. Dabei gelten alleine schon die Server-Log-Daten, die dein Webhosting aufzeichnet als personenbezogene Daten, da über die IP theoretisch auch der Besucher feststellbar ist.

Der DSGVO verdanken wir auch die seitenlangen Datenschutzerklärungen und die berühmt berüchtigten Cookie-Banner.

Aber verstehw mich nicht falsch. Ich finde Datenschutz wichtig und optimiere auch fortlaufen. Meiner persönlichen Meinung nach schiessen einige Aspekte der DSGVO aber über das Ziel hinaus.

Die Einnahmen sind ausserdem zu versteuern. Eventuell gibt es hier eine Mindestgrenze, erkundige dich vor Ort.

Einnahmemöglichkeiten kennen lernen

Neben Google Ads und dem sogenannten Affiliate-Marketing gibt es noch weitere Möglichkeiten, im Internet Geld zu verdienen. Hier braucht es auch Zeit, sich einen Überblick zu verschaffen. Werbung will ausserdem mit Bedacht auf der Website platziert sein, damit du deine Besucher nicht erschreckst.

Website optimieren / SEO

Besucher werden nicht von alleine auf deine Website kommen. Soll eine Website eine relevante Anzahl an Besucher erhalten, muss sie für die Suchmaschinen optimiert werden. Der Fachbegriff hierzu ist SEO (Seach Engine Optimization).

SEO ist ein sehr weitreichendes Thema. Die Zeiten, wo faule Tricks noch wirkten und man einfach ein paar Schlüsselwörter in weisser Schrift auf weissem Grund auf die Website setzte sind schon lange vorbei.

SEO ist in erster Linie Optimierung für Google, ob das einem nun passt oder nicht. Google hat hier  die Marktmacht. Google wird aber auch immer besser, für seine Besucher das beste Ergebnis zu finden. Dafür passt Google den Algorithmus, nach dem es die Suchergebnisse errechnet, auch ständig an.

Viele Faktoren haben auf das sogenannte Ranking Einfluss. Google bewertet zum Beispiel, wie gut ein Thema erklärt wird, wie übersichtlich es dargestellt ist, die Ladezeit der Website und sogar deinen Expertenstatus.

Auch die Nutzung von Socialmedia für das Promoten deiner Inhalte sollte auf deiner Todo-Liste stehen.

Fazit

Bist du jetzt erschlagen? Dieser Artikel soll dich nicht davon abhalten, loszulegen. Meiner Meinung nach ist es aber gut zu wissen, auf was du dich einlässt. Perfekt von Anfang an durchgestartet ist wahrscheinlich noch keiner. Machen ist immer besser als planen.

Zum Glück finden sich zu diesen Themen auch zahlreiche Anleitungen im Internet. Viele davon kostenlos. Auch hier kann ich dir eine Seite von blog-als-nebenjob.de empfehlen: Erfolgreicher Bloggen.

 

 

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