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Einfaches Backup für Einzelunternehmer und die grössten Backup-Mythen

Status des Artikels: Draft

In diesem Artikel geht es um die theoretischen Grundlagen für ein einfaches Backup und die grössten Backup-Mythen. Er bezieht sich hauptsächlich auf Windows-Systeme.

Wozu Backup?

Ein Backup dient dazu, einen älteren Datenzustand wiederherstellen zu können, falls die Originaldaten nicht mehr vorhanden oder beschädigt sind.

Häufige Ursachen für beschädigte Daten

Mögliche Backup-Medien

Bandlaufwerke finden eigentlich nur noch in grösseren Firmen Einsatz. Für Privatleute oder kleinere Unternehmen sind...

...sinnvolle Ziele.

Backup

Externe Festplatten

Externe Festplatten werden meist über USB angeschlossen. Sinnvoll ist eine USB 3.0 Platte, allerdings nur, wenn der Rechner ebenfalls eine USB 3.0-Schnittstelle hat. Die Übertragungsrate ist hier besser als mit USB 2.0, d. h. das Backup ist schneller fertig.

Beispiel: Externe Festplatte

Es gibt Platten mit dem Formfaktor 2.5" und 3.5" und natürlich den verschiedensten Kapazitäten. Grundsätzlich sollte man auf ein Sicherungsmedium immer mehrere Generationen an Sicherungen speichern können. 2.5" Platten kommen zum Teil ohne zusätzliches Netzteil aus. Allerdings habe ich schon oft erlebt, dass in der Praxis diese Platten Probleme mit dem Anlaufen speziell an älteren Notebooks haben.

Gerade mechanische Festplatten sind empfindlich. Fallen sie im laufenden Betrieb herunter, sind sie i. d. R. defekt. Relativ häufig fallen auch die Netzteile aus.

USB-Sticks

USB-Sticks gibt es inzwischen in grossen Kapazitäten, aber trotzdem sind diese teurere als externe Festplatten. Auch hier gilt: USB 3.0, wenn es der Rechner unterstützt.

Beispiel: USB-Stick

Cloud

Inzwischen gibt es viele mehr oder minder teueren Cloud-Dienste. Wer sich nicht scheut, seine Daten ausser Haus zu geben, kann Sie z.B. nach...

...kopieren.

Für sehr grosse Mengen dürfte es sich aber nur bedingt eignen. Das Handling wird umso besser, je besser die eigene Internet-Leitung ist.

Wie viele Backup-Ziele?

Grundsätzlich sollte man seine Daten auf mindestens zwei Ziel sichern. Externe Festplatten gehen häufig kaputt. Je nach Sicherungsintervall wird ein solcher Ausfall nicht bemerkt und man steht im Falle eines Falles ohne Backup da.

Cloud als zweites Ziel macht da durchaus Sinn, aber nicht beide (oder alle) Ziele sollten gleichzeitig vom Rechner aus erreichbar sein.

Backup

Grund: Viren - zur Zeit sind die Verschlüsselungstrojaner aktuell - suchen sich möglicherweise auf allen angeschlossenen Laufwerken Daten, um diese zu beschädigen. Daher unbedingt beim Sichrungskonzept einen aktuellen Virenschutz nicht vergessen und regelmässig kontrollieren.

Man sollte also abwechselnd Zugriff auf das Medium geben, auf das man gerade sichert.

Wie sichern?

Grundsätzlich kann man die Dateien via Betriebssystem händisch auf die Medien kopieren. Eleganter geht es mit Backup- oder Image-Programmen. Gut bewährt hat sich bei mir Acronis, allerdings nur bis Version 2014. Die aktuelle 2017 hat ganz bescheidene Amazon Rezensionen, wurde von mir aber noch nicht eingesetzt und ich kann nicht sagen, ob die schlechten Bewertungen berechtigt sind..

Acronis sichert die Daten autmatisch zu einer bestimmten Uhrzeit auf ein Sicherungsziel. Dabei packt es die zu sichernden Dateien in eine grosse Datei ein. Zumindest bis jetzt wurden diese Sicherungsdateien nicht von Schadsoftware angegriffen - das kann sich durchaus ändern.

Manuelle Sicherungen haben immer den Nachteil, dass Sie manuell gemacht werden müssen ;-) und halt vergessen gehen können.

Wenn Ihr mit Euren Daten auch Euren Lebensunterhalt verdient, solltet Ihr Euch auch noch weitere Fragen stellen und das Backup entsprechend ausbauen:

Die gängisten Backup-Mythen

"Ich sichere auf ein NAS, das hat Plattenspiegelung, da sind meine Daten sicher"

Ein NAS ist eigentlich ein kleiner, sehr kompakter Rechner mit speziellem (Mini-)Betriebssystem, das überwiegend nur der Sicherung von Dateien dient. NAS sind mit einer oder häufiger zwei und mehr Festplatten ausgestattet. Diese können tatsächlich gespiegelt werden, aber in Echtzeit. Das hat den Vorteil, dass die Daten noch da sind, wenn eine einzelne Platte ausfällt. Man schiebt einfach wieder eine neue rein und der "Spiegelsatz" wird wieder erstellt. Es gibt übrigens verschiedene Spiegelarten (Stichwort RAID 0-5).

Ein NAS wird entweder über ein Netzwerkkabel oder auch per WLAN an den Rechner angebunden.

Ein NAS ist alleine für sich aber nie ein Backup. Denn sämtliche Änderungen werden in Echtzeit gespiegelt. D. h. wenn ich versehentlich eine Datei lösche, ist diese auch auf der anderen Platte weg. Wenn ein Virus meine Datei verschlüsselt, dann ist die auch auf der anderen verschlüsselt.

Ein NAS-Einstz ist dann sinnvoll, wenn man einen gemeinsamen Speicher braucht, auf dem man schnell von mehreren Geräten aus zugreifen kann. Ein Ausfall einer Platte wird i. d. R. vom Betriebssystem selber diagnostiziert und per Mail gemeldet (muss konfiguriert werden). Als alleiniges Backup macht es nur Sinn, wenn man wenigtens die Daten noch auf einem normalen Rechner hat.

Man kann aber an viele NAS externe Festplatten anschliessen und auf diese sichern.

Beispiel: Synology-NAS

"Meine Festplatte ist eine SSD, also eine elektronische Platte, da geht nichts kaputt"

Leider nein, es passiert seltener als bei mechanischen Platten, aber die SSDs fallen auch aus.

"Ich ziehe jeden Tag ein Backup auf meinen PC, da kann ich immer drauf zugreifen"

Einer der häufigsten Fehler von Rechner sind defekte Fesplatten. Wenn das passiert, kann ich auch nicht mehr auf das Backup zugreifen. Ein Backup macht daher immer nur auf einem oder mehreren externen Medien Sinn.



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